
Lehrplan
Die sieben Curricularmodule im Einzelnen
Das Endocurriculum kompakt gliedert sich in sieben Module. Sie werden in der Blockwoche von Montag bis Samstag unterrichtet und am Abschlusswochenende geprüft. Jedes Modul enthält praktische Arbeit am eigenen Platz mit OP-Mikroskop.
Symbolbild
Aufbau
Sieben Module in sieben Kurstagen
Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Jedes Modul setzt voraus, was im vorigen geübt wurde. Genau deshalb funktioniert das Format als geschlossene Woche plus Abschlusswochenende (Modul VII am Freitag) mit Prüfung (am Samstag). Bei jedem Modul steht der Tag, an dem es in der Blockwoche dran ist.
Modul I: Kofferdam, Mikroskop, Anatomie und ZugangskavitätMontag
Am Anfang steht die Entscheidung, ob und wie ein Zahn erhalten werden kann. Modul I führt von der Anamnese über Kofferdam und Mikroskop bis zum eröffneten Kanalsystem und legt damit die Grundlage für alles, was in den folgenden Tagen darauf aufbaut.
- Anamnese und Befunderhebung
- Diagnose und Indikationsstellung
- Kofferdam als Voraussetzung für jede Behandlung
- Arbeiten mit Lupenbrille und OP-Mikroskop
- Anlage der Zugangskavität
- Anatomie des Wurzelkanalsystems
Modul II: AufbereitungDienstag
Cleaning, Shaping und Disinfection sind die drei Arbeitsschritte, aus denen die Aufbereitung besteht. Sie sind der Kern jeder Wurzelkanalbehandlung und bekommen im Curriculum entsprechend Raum am eigenen Arbeitsplatz.
- Cleaning: Reinigung des Kanalsystems
- Shaping: Formgebung des Wurzelkanals
- Disinfection: Desinfektion und Spülprotokoll
Modul III: FüllungMittwoch
Ein aufbereiteter Kanal muss dicht verschlossen werden, sonst war die Arbeit davor umsonst. Modul III behandelt die Wurzelkanalfüllung, die Obturation.
- Dichter Verschluss des aufbereiteten Kanalsystems
- Thermoplastische Wurzelkanalfüllung, ein Gerät je zwei Teilnehmer
- Guttapercha aus dem enthaltenen Kursmaterial
Modul IV: RevisionDonnerstag
Nicht jede Wurzelkanalbehandlung hält. Modul IV behandelt die Revision bereits behandelter Zähne, also den Fall, in dem ein Zahn ein zweites Mal geöffnet wird.
- Revision bereits wurzelkanalbehandelter Zähne
- Der Fall, in dem ein Zahn ein zweites Mal geöffnet wird
Modul V: Apikale und koronale Leckage, postendodontische VersorgungFreitag
Über den langfristigen Erfolg entscheidet oft nicht der Kanal, sondern das, was danach darüber kommt. Modul V verbindet beide Enden: die Dichtigkeit nach apikal und koronal und die Versorgung des Zahns nach der Behandlung.
- Apikale Leckage
- Koronale Leckage
- Postendodontische Versorgung
Modul VI: Traumatologie und EndochirurgieSamstag
Modul VI behandelt zwei Bereiche, in denen sich die Behandlung nicht planen lässt: das Zahntrauma, das ungefragt in die Sprechstunde kommt, und die endodontische Chirurgie, wenn der orthograde Weg nicht mehr trägt.
- Traumatologie
- Endodontische Chirurgie
Modul VII: Endodontie im Milch- und Wechselgebiss, Erfolgsaussichten und AlternativenFreitag des Abschlusswochenendes
Beim jungen Zahn gelten andere Regeln als beim ausgereiften. Modul VII behandelt die Endodontie im Milch- und Wechselgebiss und fragt zum Schluss nach den Erfolgsaussichten der Behandlung und nach den Alternativen zu ihr.
- Endodontie im Milchgebiss
- Endodontie im Wechselgebiss
- Erfolgsaussichten und Alternativen
Nach der Woche
Die Prüfungsmappe mit fünf Fallpräsentationen
Das Abschlusswochenende ist kein eigenes Modul, sondern der Abschluss des Curriculums. Freitag: Endodontie im Milch- und Wechselgebiss, Erfolgsaussichten und Alternativen (Modul VII). Samstag: Fallstudien und Fallpräsentationen, in Präsenz oder online. Dazu gehört eine Mappe mit fünf Fallpräsentationen aus der eigenen Praxis. Sie muss bis einen Monat vor dem Abschlusswochenende eingereicht werden, über das Teilnehmerportal und verschlüsselt übertragen und anonymisiert eingereicht.